New Stratos




01.

Lancia Stratos

Der legendäre Lancia Stratos HF war zweifellos das spektakulärste und erfolgreichste Rallyeauto der 70er Jahre. Aufregend gezeichnet und kompromisslos für den Rallyeeinsatz konzipiert, schrieb der Stratos nicht nur die Geschichte des Rallyesports eigenhändig um; mit seinem dramatischen Auftritt auf den Asphalt- und Schotterpisten dieser Welt verewigte er sich auch für immer in den Herzen seiner zahllosen Fans. Noch heute ist der Stratos, der als faszinierendstes Rallyeauto der Welt gilt, bei seinen Einsätzen im historischen Motorsport ein erklärter Publikumsliebling.

Begonnen hatte alles 1970 auf dem Turiner Messestand des Karosserieschneiders Bertone. Die extreme Stratos-Studie, stilprägendes Meisterstück des Designers Marcello Gandini, begeisterte nicht nur die Besucher, sondern zog auch die Aufmerksamkeit des damaligen Lancia-Sportchefs Cesare Fiorio auf sich. Und ließ sie nicht mehr los.

Bereits ein Jahr später hatte der Stratos seine endgültige Form angenommen; auch der V4-Mittelmotor aus dem Lancia Fulvia musste dem deutlich stärkeren V6-Triebwerk des Ferrari Dino Platz machen. Die Strassenversion der nur 1,08 Meter hohen Flunder stand auf einem kurzen Stahlträger-Chassis; ihre aerodynamisch ausgefeilte Karosserie war aus Glasfaser-Kunststoff geformt. Das geringe Gewicht, die ideale Gewichtsverteilung und eine hervorragende Dynamik boten die besten Voraussetzungen für einen spektakulären Auftritt auf den internationalen Rallyepisten, die zu diesem Zeitpunkt noch von Alpine und Porsche beherrscht wurden. Doch die Praxis sah zunächst anders aus.

Erst als der Lancia-Werksfahrer Sandro Munari und der britische Formel-1-Fahrer Mike Parkes sich der kompromisslosen Fahrmaschine annahmen, stellte sich der Erfolg ein. Und er stellte sich rasend schnell ein: 1973 holte Sandro Munari den ersten Triumph für den Stratos HF, 1974 kamen die Siege dann in immer schnellerer Folge. Ende 1976 hatte der Stratos bereits den Hattrick geschafft und drei Weltmeisterschafts-Titel in Folge eingefahren.

Auch außerhalb des Werkseinsatzes war der italienische Rennkeil erfolgreich: Topfahrer Bernard Darniche holte für das private Team Chardonnet of France unglaubliche 33 Siege auf seinem blauen Lancia Chardonnet-Stratos.

Nachdem der Fiat-Konzern das Motorsport-Budget von Lancia zugunsten des Fiat 131 Abarth drastisch gekürzt hatte, kam 1979 das endgültige Aus für das Stratos-Werksteam. Von diesem Zeitpunkt an fuhren nur noch engagierte Privatteams um den Sieg - wie bei der Rallye Monte Carlo 1981 gegen die Werkswagen. Auch heute begeistert bei Motorsportveranstaltungen weltweit kaum ein anderes Fahrzeug die Zuschauer so sehr wie der Lancia Stratos.

Eine Mitfahrgelegenheit mit Michael Stoschek in seinem Lancia Stratos Gruppe 4 beim Arosa Bergrennen für historische Rennwagen.

Doch wer glaubt, damit wäre die Karriere dieser Legende beendet, der irrt:
Im November 2010, 40 Jahre nach seiner Präsentation auf dem Turiner Autosalon, wird der Nachfolger des kompromisslosen Rennkeils auf dem Circuit Paul Ricard einem kleinen Kreis internationaler Motorsport-Journalisten vorgestellt.

Die Legende kehrt zurück.

02.

Initiatoren

Michael Stoschek, Sammler und Fahrer historischer Rennsportfahrzeuge und erfolgreicher Unternehmer in der Automobilzulieferindustrie, hat sich mit der Entwicklung und dem Bau einer modernen Version des Stratos einen langgehegten Traum erfüllt.

Der aktuelle New Stratos ist ein privates Projekt von Michael Stoschek und seinem Sohn Maximilian. Sie haben die technische Konzeption und das Design des Oneoff-Fahrzeugs, das seit Herbst 2008 bei Pininfarína in Turin gebaut wird, wesentlich bestimmt.

Michael Stoschek ist der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Brose Unternehmensgruppe, welches unter den weltweiten Automobilzulieferern das fünftgrößte Unternehmen in Familienbesitz darstellt.

Der begeisterte aktive und passive Sportsmann Stoschek gewann 1999, 2001 und 2004 die Carrera Panamericana und 2006 die FIA Rallye-Europameisterschaft, jeweils auf Porsche 911. Unter den zahlreichen historischen Rallyefahrzeugen, die Stoschek bei Rallyes und Bergrennen einsetzt, nimmt der Lancia Stratos Gruppe 4 eine Sonderstellung ein. In über zehnjähriger Arbeit wurde das Fahrzeug nach der Spezifikation des Werkswagens „Rallye Korsika 1974 Andruet/Biche“ im Marlboro-Design wieder aufgebaut.

Die Entscheidung, einen fahrfertigen neuen Stratos entwickeln und bauen zu lassen, erstand aus der Idee von Chris Hrabalek, den Michael Stoschek 1986 in Alta Badia bei dem von Stoschek organisierten World Stratos Meeting kennen lernte. Auch an dem Projekt Fenomenon-Stratos, der 2005 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, und dem Erwerb der Markenrechte war Stoschek beteiligt.

Im September 2008 erteilten Michael und sein Sohn Maximilian Stoschek der Firma Pininfarina den Auftrag zum Bau eines One-Off-Fahrzeugs, dessen technische Konzeption und Design von den beiden Automobil-Enthusiasten maßgeblich bestimmt wurden.

Einen Bildbericht über Michael Stoschek und seine Sammlung historischer Rallyefahrzeuge hat das Rallye-Magazin in der Ausgabe 01/02 2010 veröffentlicht. Den Artikel können Sie hier als PDF downloaden.

03.

New Stratos

Die Faszination des Lancia Stratos lag nicht nur in seiner kompromisslosen Konstruktion für den Einsatz im Motorsport begründet, sondern auch in seinem einmaligen Design, dem außergewöhnlichen Sound des Ferrari V6-Motors und natürlich an seinen außergewöhnlichen sportlichen Erfolgen. Kein Sportwagen wurde bis dahin so konsequent für den Sporteinsatz entwickelt, die Straßenversion war nur das für die Homoligation notwendige Übel.
Die besonderen technischen Merkmale des Lancia Stratos HF wie die leichte Kunststoffkarosse mit dem integrierten Überrollkäfig, der Mittelmotor, das Renngetriebe, das für alle Einsätze verstellbare Fahrwerk, 2 seitliche Tanks in der Fahrzeugmitte, Ablagen für Helme von Fahrer und Beifahrer in den Fahrzeugtüren, für den Service abnehmbare Front- und Heckklappen sowie ein separater Zugang zum Motor durch eine Klappe - alle diese Elemente des Lancia Stratos standen im Lastenheft seines Nachfolgers.
Insofern ist der New Stratos kein Umbau eines Ferrari, sondern ein eigenständig neuentwickelter Sportwagen, der wie in den 1970er Jahren einige Komponenten aus der Serienfahrzeugen des Fiat- Konzerns übernimmt.

Der mit dem verkürzten Aluminiumchassis verschweißte Überrollkäfig wurde aus 2,5 mm starkem Rohr mit 40 mm Durchmesser nach der aktuellen FIA- Norm hergestellt. Dadurch wurde nicht nur die Sicherheit für die Insassen verbessert, sondern auch die Präzision des Fahrverhaltens deutlich gesteigert.
Trotz der Käfigstruktur und der übernommenen Klimaanlage konnte durch konsequenten Leichtbau bei Karosserie, Interieur und fast allen Komponenten das Gewicht des Basisfahrzeugs deutlich unterschritten werden.
Trotz einer nur geringfügig gesteigerter Motorenleistung ergeben sich durch das geringe Gewicht, eine exzellente Balance und ein neues Setup ganz außergewöhnliche Fahrleistungen und ein unglaublicher Fahrspaß des New Stratos.

Momentan ist der New Stratos eine Einzelanfertigung. Ob in Lizenz eine exklusive Kleinserie gebaut wird, hängt von der Nachfrage ab.

04.

Design

Die moderne Interpretation eines klassischen Produkts ist für einen Designer eine besondere Herausforderung. So ist es schwierig, die richtige Balance zu finden zwischen dem Problem, einerseits zu viel vom Original zu übernehmen und sich andererseits zu weit von der Ursprungsidee zu entfernen. Michael Stoschek ist der Ansicht, dass je perfekter eine klassische Form ist, desto weniger sollte man sie im Prinzip ändern; der Ford GT 40 steht hierfür als gutes Beispiel.

Besondere Behutsamkeit ist vor allem dann gefordert, wenn es sich um die Neu-Interpretation einer Design-Ikone wie den Lancia Stratos handelt. Mit seinem radikal-futuristischem Design war die Bertone-Studie schon bei ihrer Vorstellung im Jahr 1970 der Zeit weit voraus. Marcella Gandini war damals bereits kompromisslos der Prämisse „Form follows Function“ gefolgt und hatte damit der weiteren Entwicklung des Stratos zur Rallye-Legende den Weg geebnet.

Für Michael Stoschek war es sehr interessant zu erleben, dass neben Chris Hrabalek viele renommierte Designer von der Idee eines modernen Stratos begeistert waren und engagiert geholfen haben, seine Vorstellungen in die Realität umzusetzen.

„Nachdem das Design des Lancia Stratos von dem Kontrast zwischen runden und geradlinigen Elementen bestimmt war, wollte ich diese Spannung auch beim New Stratos forgesetzt sehen“, war Stoscheks Vorgabe.

Die Aufgabe bestand darin, eine zeitgemäße Interpretation für alle wesentlichen Designmerkmale des Lancia Stratos zu finden, wie z.B.
die keilförmige Karosse,
die halbrunde Frontscheibe,
die Front mit dem zentralen Wasserkühler,
das Heck mit den runden Rücklichtern,
Dach und Heckspoiler
sowie die 5-Stern-Felgen.

Seit Beginn des Projekts, Ende 2008, wurden alle konzeptionellen und formalen Vorgaben von Michael und Maximilian Stoschek sowie Chris Hrabalek für die Karosserie und den Innenraum von Pininfarina umgesetzt.

05.

Testfahrten

Natürlich werden die theoretisch ermittelten Fahrwerkskomponenten des New Stratos durch zahlreiche Testfahrten auf öffentlichen und gesperrten Straßen überprüft und den hohen Ansprüchen an das Fahrverhalten entsprechend ausgewählt.

Um das Potential des leichten, torsionssteifen und gut balancierten Fahrzeugs voll auszuschöpfen, wurde neben der Fahrzeughöhe, Sturz, Spur und Nachlauf vor allem das gesamte Setup neu entwickelt. Zum Einsatz kamen dabei Uniball-Gelenke,härtere Fahrwerksfedern, eine neue Dämpferabstimmung mit einer größeren Differenzierung der vom Lenkrad aus einstellbaren Dämpferhärte sowie eine optimale Rad/-reifenkombination aus der Erprobung diverser Reifenfabrikate, Dimensionen und Gummimischungen.

Maßgeblichen Anteil an der Fahrwerksentwicklung hat der von Brose gesponserte portugiesische WTCC und Ex-Formel-1-Pilot Tiago Monteiro zusammen mit den Ingenieuren der Firma ZF Sachs.

WTTC und Ex-Formel-1-Pilot Tiago Monteiro bei der Fahrwerksabstimmung des New Stratos, Teststrecke Balocco, Italien.

06.

Aerodynamik

Am 13. September fand bei Pininfarina in Turin der letzte Windkanal-Test mit dem fertigen Fahrzeug statt. Die aerodynamischen Kenndaten, die bereits das 1:1 Modell des New Stratos geliefert hat, sowie alle bisher gesammelten Fahreindrücke wurden bei den Einstellarbeiten berücksichtigt.

Bei Geschwindigkeiten zwischen 140 bis 200 km/h auf der „rollenden Strasse“ des Windkanals, wurden u.a. unterschiedliche Höhenwerte und Neigungswinkel der Karosserie eingestellt und deren Auswirkung auf den Anpressdruck von Vorder- und Hinterachse gemessen. Um den Abtrieb an der Vorderachse zu erhöhen, wurde außerdem mit alternativen Abrisskanten am Unterboden gearbeitet.

Der New Stratos im finalen Windkanaltest am 13.9.2010 bei Pininfarina, Turin.

Der Erfolg dieser Abstimmungsmaßnahmen zeigte sich in den Auswertungen der Messprotokolle am Ende des Testtages. Die Entlüftung des Motorraums wurde verbessert und die Luftführung durch Dach- und Heckspoiler bestätigt.

Das im Windkanal optimierte Fahrzeug wird am 20. September 2010 bei weiteren Testfahrten in Balocco zur Optimierung des Fahrwerks eingesetzt. Mit neuen Federn und entsprechend angepasster Dämpferabstimmung sollen die ausgezeichneten Fahreigenschaften weiter verbessert werden.

07.

Technik

Die Zielsetzung bei der Entwicklung des Lancia Stratos HF-Nachfolgers bestand darin, wiederum einen Mittelmotorsportwagen mit kurzem Radstand, geringem Gewicht und überragender Agilität zu schaffen.

So wie der historische Stratos mit einem Ferrari-Dino V6 Motor ein eigenentwickelter Sportwagen war, ist auch der New Stratos eine vollständige Neuentwicklung unter Verwendung von Komponenten des Ferrari 430 Scuderia, bei der fast sämtliche Elemente geändert bzw. der neuen Zielsetzung angepasst wurden. Dabei muss klargestellt werden, dass der Scuderia unter den aktuellen Supersportwagen ein Benchmark darstellt und eine hervorragende Basis für den New Stratos geboten hat.

Das Chassis aus Aluminium-Strangpressprofilen wurde um 20 cm verkürzt und mit einem Überrollkäfig aus 40 mm starkem FIA zertifizierten Stahl verschweißt. Die damit verbundene deutliche Erhöhung der Steifigkeit und der nach vorne verschobene Gewichtsschwerpunkt sind die Basis für die außergewöhnlichen Fahreigenschaften. Die gegenüber dem Scuderia um 33 cm verkürzte Karosserie und das Interieur sind vollständig aus Carbon-Fiber und Aluminium hergestellt.

Der 4,3 l V8 Motor, der seine Ansaugluft aus den seitlichen Öffnungen des Dachspoilers bezieht, wurde mit einem neuen Steuergerät und einer Hochleistungsabgasanlage einschließlich Fächerkrümmer und Sport-Kat ausgerüstet.

Das 6-Gang-Getriebe erhielt eine neue mechanische Differentialsperre, und die modifizierte Steuerelektronik erlaubt mit weniger als 60 Millisekunden extrem schnelle Gangwechsel.

Das Fahrwerk wurde vollständig überarbeitet. Dazu zählen eine neue, vom Lenkrad einstellbare elektronische Dämpferabstimmung, geänderte Federn und optimierte Sturz- und Spurwerte. Die 9- bzw. 11-Zoll breiten 19-Zoll Zentralverschlussfelgen sind mit Dunlop Sport Maxx Reifen der Dimension 265/30/19 bzw. 315/30/19 bestückt.

Die Brembo-Bremsanlage mit Keramikscheiben von 398 mm Durchmesser und einem 6-Kolben-Sattel an der Vorderachse bzw. 350 mm Durchmesser und einem 4-Kolben Sattel an der Hinterachse sind mit Brembo-Rennbremsbelägen und Stahlflexleitungen ausgerüstet.

Schließlich wurde die Lenkung auf Elektro-Hydraulik umgerüstet, das neue verkleinerte Lenkrad zeigt die Schaltpunkte durch mehrfarbige LEDs an und die Schaltpaddel stammen aus der Ferrari 430-Rennversion.

Bei der Batterie handelt es sich um eine Lithium Aggregat im Carbongehäuse, mit einem Gewicht von 4,2 kg und einer Kapazität von 84 Ah.

Trotz des ca. 55 kg schweren Überrollkäfigs aus Stahl und der 28 kg schweren Klimaanlage, die wegen der großen Glasflächen übernommen wurde, konnte das Gewicht des New Stratos gegenüber dem Basisfahrzeug um rund 80 kg reduziert werden.

Die außergewöhnlichen Fahrleistungen des New Stratos, die aus den genannten Maßnahmen resultieren, werden in den kommenden Wochen gemessen und in einem standardisierten Testprogramm in objektiven, reproduzierbaren Daten dargestellt.

08.

Auslieferung

Turin. Montag, 8. November 2010. In schwarzes Tuch gehüllt, wartet der New Stratos in einer Pininfarina-Werkshalle auf seine neuen Besitzer. Bis zur letzten Stunde wurde an Details gearbeitet, lackiert und poliert. Jetzt, bei der Übergabe, präsentiert er sich nahezu perfekt.

Ein grosses Lob geht an das Team von Pininfarina, das nach mehr als 2 Jahren Arbeit nun ein perfektes Fahrzeug fertiggestellt hat. Erst wenn man die lückenlose Fotodokumentation in Händen hält, kann man wirklich ermessen, welche Arbeit in den Aufbau dieses Einzelstücks geflossen ist. Aber auch die Verarbeitung im Detail ist für ein one-off-Auto hervorragend.

Zusammen mit Ingenieuren und Technikern absolviert der New Stratos rund um die italienische Designschmiede noch ein paar kürzere Probefahrten, um ganz sicher zu stellen, dass alles perfekt funktioniert. Nochmals wird Hand angelegt, nochmals werden letzten Details optimiert. Dann werden die Gläser erhoben, Dankesworte ausgetauscht; die obligatorische Übergabefeier zieht sich bis tief in die Nacht hinein.

Am nächsten Morgen ist es dann endlich ist es soweit: Der New Stratos nimmt Kurs auf seine neue Heimat. Und auch wenn die Autobahn nicht das bevorzugte Revier des Boliden ist, Fahrspaß vermittelt er bereits in der ersten Auffahrt.

In den kommenden Tagen wird der Sportwagen noch etliche Kilometer zu den 3.000 Test-km hinzufügen, die er in den vergangenen Monaten auf den verschiedenen Rennstrecken und Handlingskursen bewältigt hat. Endgültige Fahrleistungen müssen ermittelt, objektive Messwerte in nachprüfbare Daten verwandelt werden.

Bis sich der New Stratos auf dem Circuit Paul Ricard der internationalen Presse präsentieren kann, sind es schließlich nur noch wenige Wochen. Zwei, um genau zu sein.

09.

Generalprobe

Diese Testfahrt war bereits lange geplant, und am 18. November war es dann so weit: Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und sein Cheftester Dario Benuzzi fuhren auf der Rennstrecke von Maranello-Fiorano zum ersten Mal den New Stratos.

Nach einigen schnellen Runden zeigte sich Luca di Montezemolo von den präzisen Fahreigenschaften ausgesprochen beeindruckt: Mehrfach hörte man ein begeistertes „Bellissima!“ und „Congratulazioni“, als der Ferrari-Chef wieder aus dem Boliden stieg.

Wie ernst er dieses Kompliment meinte, wurde deutlich, als Luca di Montezemolo seinen Technischen Direktor anrief und ebenfalls an die Rennstrecke bat, damit der sich den New Stratos ganz genau ansehen sollte. In Begleitung eines weiteren technischen Beraters unterzog Roberto Fedeli daraufhin den New Stratos einer gründlichen Inspektion, und am Ende sparte auch er nicht mit Lob: Nicht nur die perfekte Technik, auch die vielen Details und die sorgfältige Verarbeitung hatten den Ferrari-Technikchef überzeugt.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo testet den New Stratos auf der Rennstrecke von Fiorano, Italien

In der Zwischenzeit hatte Dario Benuzzi im Rennschalensitz Platz genommen und jagte den New Stratos auf der Ideallinie durch die Curbs und Schikanen der Ferrari-eigenen Rennstrecke. Auch er zeigte sich vom messerscharfen Handling und der extrem steifen Karosserie beeindruckt, und mit der Erfahrung aus 40 Jahren Sport- und Rennwagen-Abstimmung gab die Ferrari-Legende am Ende der schnellen Testfahrt noch einen Tipp, wie eine leichte Unruhe der Hinterachse beim Einlenken aus hoher Geschwindigkeit vermieden werden kann. Bis zur Präsentation auf dem Circuit Paul Ricard werden die Hinterräder deshalb etwas mehr Vorspur erhalten.

Mit diesem außerordentlich positiven Feedback durch die Ferrari-Spitze bereitet sich das hoch motivierte New Stratos Team jetzt auf die Veranstaltung in Le Castellet vor.

10.

Präsentation

Seit im Sommer die ersten verschwommenen Bilder von New Stratos im Internet auftauchten, warteten Sportwagen-Enthusiasten und Motorsportfreunde aus aller Welt ungeduldig auf eine objektive Bestätigung, ob sich der Nachfolger des legendären Lancia Stratos tatsächlich genauso begeisternd schnell und agil fährt, wie er aussieht.

Am 29. und 30. November war es dann soweit: Michael und Maximilian Stoschek hatten einen ausgewählten Kreis von Journalisten, Designern, Ingenieuren, Renn- und Rallyefahrer zur Premiere nach Le Castellet geladen, um den New Stratos endlich live und in voller Aktion erleben zu können. Und das nicht nur auf dem Rennschalensitz der Beifahrerseite, sondern auch hinter dem kleinen Sportlenkrad mit dem Manettinoschalter. Nach ein paar rennmäßig gefahrenen Einführungsrunden durch WTCC-Pilot Tiago Monteiro, Maximilian und Michael Stoschek durften die New Stratos Novizen dann den 540 PS starken Boliden per sequentiellem 6-Gang-Getriebe höchstpersönlich auf die Rennstrecke katapultieren.

Diese Gelegenheit ließ sich natürlich niemand nehmen - schon gar nicht Bernard Darniche, mehrfacher französischer und europäischer Rallyemeister und mit 41 Siegen erfolgreichster Lancia Stratos Pilot aller Zeiten. Wie in alten Zeiten jagte er den Nachfolger seines legendären Siegerautos durch den kurvenreichen Abschnitt des Circuit Paul Ricard, und ließ im darauf folgenden Interview an seiner Begeisterung über das messerscharfe Handling und die ansatzlose Umsetzung jedes noch so winzigen Lenk-, Brems- und Gasbefehls keinen Zweifel. Die für ein One-Off-Fahrzeug außergewöhnlich hohe Verarbeitungsqualität und die erreichte Perfektion, die sich in jedem einzelnen Detail wiederfindet, beeindruckte die Pressevertreter einhellig.

Im Rahmen des Dinners folgte der Praxis die Theorie: Designer, Fahrwerkstechniker, Entwicklungsingenieure, Projektleiter und natürlich die Initiatoren selbst ließen in kurzweiligen Vorträgen und individuellen Gesprächen keine Frage zur Entwicklung des New Stratos unbeantwortet - außer der Frage nach einer möglichen Kleinserie. Doch bei entsprechender Nachfrage könnte sich auch hier bald eine Antwort finden.

Interessenten werden gebeten, sich unter der Kontaktadresse contact@new-stratos.com registrieren zu lassen.

Eindrücke von der New Stratos Präsentation auf dem Circuit Paul Ricard am 29./30. November 2010

11.

Medienecho

Die Reaktion der Medien auf unsere Präsentation am 29./30. November 2010 war überwältigend.

Die großen Automobilzeitschriften in Europa und Übersee haben den New Stratos fast ausnahmslos auf den Titel gesetzt - in den meisten Fällen als einziges Fahrzeug - und teilweise extrem ausführlich über das neue Fahrzeug berichtet.

Ganz besonders gefreut hat uns, dass die Leser von Classic Driver den New Stratos als besten Sportwagen 2010 gewählt haben. Auch die aktuelle Auto Bild hat den New Stratos als einziges One-off Fahrzeug zum dritt - “coolsten” Automobil gewählt.
Das fachliche Urteil der Medien über die Idee und ihre Realisierung hat die an dem Projekt beteiligten Personen sehr stolz gemacht. Fast alle Journalisten haben erkannt, dass es nicht in erster Linie ein finanzielles Thema war, vom Lancia Stratos einen würdigen Nachfolger zu entwickeln, sondern eine Herzensangelegenheit. Dazu sagt Initiator Michael Stoschek:
"In meinem ganzen Berufsleben habe ich selten ein Projekt erlebt, an dem die Beteiligten mit so viel Freude und Ehrgeiz mitgearbeitet haben."

Die Qualität und Performance des New Stratos verdanken wir der Zusammenarbeit kompetenter Partner. Die Firmen, die uns besonders unterstützt haben, haben wir mit ihren Logos an der Seitenwand des New Stratos in Paul Ricard präsentiert. Besonders hervorzuheben ist die deutsche Firma Capristo aus Sundern. Sie hat das gesamte Abgassystem entwickelt, laufend auf einem Motorprüfstand optimiert und schließlich vom Fächerkrümmer bis zu den Sportkats aus besonders dünnem Edelstahl hergestellt. Der Auspuff hat eine garantierte Haltbarkeit von 20.000 km und wurde in den New Stratos vollständig ohne Berechnung eingebaut.

Die Meldung einer süddeutschen Tageszeitung, unser Auspuff sei aus Titan, hätte 80.000 Euro gekostet und halte nur 5.000 km, ist genauso falsch wie die Preisangabe der Titan- und Aluminiumschrauben, die wir anstelle von Stahl bei der Montage des Fahrzeugs verwendet haben.

Übrigens wurden sämtliche Anzeigen des New Stratos wie auch das gesamte Armaturenbrett neu gestaltet und um ein g-Meter und eine Uhr erweitert.

Die Funktion des Manettino-Schalters im neuen Lenkrad wurde in Richtung höherer Performance neu programmiert, und schließlich kann der New Stratos natürlich ohne jeglichen elektronischen Eingriff gefahren werden. In dieser Einstellung wird die größte Fahrfreude vermittelt, sie erfordert allerdings auch entsprechendes Fahrkönnen und Reaktionsgeschwindigkeit.

Das Team um den New Stratos hofft auf ein baldiges Ende des Winters, um die angekündigten Vergleichstests mit anderen Sportwagen zu absolvieren.

Der erste Motorsport-Einsatz ist die Rally Isla Mallorca vom 10.-12. März 2011: www.rallyislamallorca.com. Dort wird der New Stratos das erste Mal in Spanien gezeigt und von Michael und Maximilian Stoschek als 0-Wagen die Race-Klasse anführen. So wie der Alitalia New Stratos wird das Rallyeauto auf der Rally Isla Mallorca zwar nicht aussehen, allerdings sind ein anderes Design und Zusatzscheinwerfer geplant.

Über die Testfahrten auf der Rundstrecke Circuito Llucmajor vom 7.- 9. März und die Rally vom 10.-12. März werden mehrere Medien berichten.

12.

Fahrleistungen

Nachdem der New Stratos wie sein Urahn in der Rennversion mit aller Konsequenz und in sämtlichen Details auf Leichtbau und Performance ausgerichtet wurde, war das Lastenheft bezüglich der Fahrleistungen logischerweise extrem anspruchsvoll.

Das niedrige Fahrzeuggewicht, die exzellente Balance, die durch die steife Karosse mögliche Präzision aller Fahrwerkskomponenten sollten nicht nur ein begeisterndes Fahrgefühl vermitteln, sondern sich in objektiven Messdaten widerspiegeln.

Nachdem bis zur Präsentation in Le Castellet fast ohne Unterbrechung am New Stratos gearbeitet wurde und die Witterungsverhältnisse keine Möglichkeiten für Messfahrten boten, müssen diese bei nächster Gelegenheit durchgeführt werden.

Wir rechnen bei einem Leistungsgewicht von unter 2,3 kg/PS mit einer Beschleunigung von 3,3 sec auf 100 km/h und von 9,7 sec auf 200 km/h. Wir erwarten Spitzenwerte bei der Bremsleistung und eine Benchmark-Position beim 18- und 36-Meter-Slalom sowie ähnlichen Handlingstests.

Nach Einbau der neuen Hinterachsübersetzung (Kegel-/Tellerrad 9/45) wird die Höchstgeschwindigkeit zugunsten noch besserer Beschleunigungswerte auf 274 km/h reduziert.

13.

Einsätze Zwickau und Spa

Michael Stoschek und Dieter Hawranke auf dem Stadtkurs Zwickau während der Sachsen-Rallye 2011.

Eine Runde mit Maximilian Stoschek auf dem Circuit Spa Franchorchamps am 24.6.2011.

14.

Weitere Präsentationen

Nach seiner offiziellen Vorstellung auf dem Circuit Paul Ricard präsentiert sich der New Stratos in diesem Jahr auch auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt und der Leichtbaukonferenz in Stuttgart.

Der New Stratos auf der IAA

IAA News: Kleiner Messestand, große Begeisterung. Unter den zahlreichen Neuvorstellungen auf der IAA 2011 gab es nur wenige Highlights, die von den Journalisten als “Top” bezeichnet wurden. Auf Platz 3 und als erstes Auto: Der New Stratos. Die Ergebnisse der Wahl finden Sie hier.

Der Nachfolger des Lancia Stratos wurde im Auftrag und unter der Regie von Michael und Maximilian Stoschek entwickelt. Beide sind Gesellschafter der Unternehmensgruppe Brose, einem weltweit tätigen Spezialisten mechatronischer Erzeugnisse und Elektromotoren für Kraftfahrzeuge.

Nachdem bei Brose mehr als 2000 Ingenieure und Techniker an Produkt- und Prozessinnovationen arbeiten, war die Mitwirkung am New-Stratos-Projekt sozusagen “Ehrensache”. Effizienz, Funktionalität und extremer Leichtbau waren die Vorgabe für die Entwicklung neuartiger Lösungen für Mechanik, Elektrik und Elektronik von
- Fensterheber
- Türschlösser
- Türfeststeller
- Sitzverstellung
- Haubenverschlüsse vorne und hinten.

Der New Stratos sorgte nach seiner offiziellen Präsentation nicht nur für ein überwältigendes Medienecho, er erhielt auch im Laufe des Jahres 2010 zahlreiche Auszeichnungen, darunter:

Car of the year 2010 award: 1. Platz Sportwagen (Classic Driver)
“Bester Sportwagen 2011” (Top Gear)
Coolste Automobile weltweit: 3. Platz (Autobild)

Vom 15. bis 25. September 2011 wird der New Stratos auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main präsentiert. Interessenten sind zum Besuch des Messestands von Brose in Halle 4.0, Raum Europa, herzlich eingeladen.

 

Der New Stratos auf der CTI Leichtbaukonferenz

Der New Stratos hat die Ehre, als einziges Automobil auf der Internationalen Leichtbaukonferenz “Efficient Lightweight Solutions” des CTI am 26. und 27. September 2011 in Stuttgart präsentiert zu werden.

Michael Stoschek, Brose Gesellschafter und Initiator der modernen Interpretation des legendären Rallyewagens der 70er Jahre, hält dabei einen Vortrag unter dem Titel “New Stratos - Sportwagenprojekt in Leichtbauweise”.

Als Hochleistungssportwagen mit Straßenzulassung wiegt der New Stratos incl. integriertem Überrollkäfig aus FIA-zertifiziertem Stahlrohr und Klimaanlage nur 1247 kg. Grund sind der Einsatz von Carbonfiber für Karosserie und Innenraum sowie die Gewichtsreduzierung zahlreicher Aggregate und Komponenten des Spenderfahrzeugs Ferrari 430 Scuderia.

Das ebenfalls ausgestellte Rallyefahrzeug Lancia Stratos Gruppe 4 aus dem Jahr 1974 bringt allerdings nur 940 kg auf die Waage.

15.

Kleinserie

Leider müssen wir den zahlreichen Fans des New Stratos in aller Welt und den rund 50 Interessenten, die ein solches Fahrzeug erwerben wollten, mitteilen, dass es die geplante Kleinserie nicht geben wird.

Der Grund liegt in der Haltung von Ferrari CEO Dr. Amedeo Felisa, der die Produktion weiterer Fahrzeuge durch Firmen, die mit Ferrari zusammenarbeiten, ablehnt. Wie Sie wissen, ist die Karosserie des New Stratos auf dem verkürzten Chassis der Ferrari 360 und 430 gebaut. Damit ergibt sich keinerlei Wettbewerbssituation zum aktuellen 458.

Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir mit verschiedenen Kleinserienherstellern außerhalb Italiens verhandelt. Wir mussten feststellen, dass es kaum möglich ist, das beim Bau unseres Exemplars bei Pininfarina entstandene Know How auf andere Firmen zu übertragen: Während die Chassis- und Karosseriedaten vollständig in CAD vorliegen, gibt es zahlreiche Details in Zusammenbau und Finish, die nur in den Köpfen einiger hochqualifizierter Mitarbeiter von Pininfarina gespeichert sind.

Nach der überwältigend positiven Resonanz der weltweiten Medien auf die Technik und Verarbeitungsqualität unseres Einzelstücks wollten wir als Lizenzgeber nicht riskieren, dass weitere Fahrzeuge auf einem niedrigeren Qualitätsstand gebaut werden.

Aber keine Sorge: Unser Einzelstück wird nicht in der Garage versteckt bleiben. Wir werden den New Stratos auch weiterhin bei öffentlichen Motorsport Veranstaltungen und Ausstellungen präsentieren und uns bei Fahrtests dem Vergleich mit anderen Sportwagen stellen.

Außerdem entsteht zurzeit ein schwarzer Lancia Stratos Stradale, damit man die vielen Gemeinsamkeiten des alten und neuen Stratos noch besser erkennen kann.

Zuletzt noch eine Spekulation: Für den künftigen Formel1 Einsatz muss Ferrari einen 2,4 Liter V6 Turbomotor entwickeln, der heute nicht im Programm ist.

Lancia Stratos Kenner wissen, dass es ein 2,4 Liter V6 Motor aus dem Ferrari Dino war, der den Lancia Stratos antrieb. Vielleicht baut Ferrari mit diesem Motor einen Nachfolger des Dino 246. Dann ist der Weg zu einem offiziellen New Stratos nicht mehr weit.

Übrigens soll bei Renault noch im Januar 2012 über einen Nachfolger der Berlinette A110 nachgedacht werden. Mal sehen was noch alles aus den 70er Jahren auf die Straße kommt.

16.

Rally Isla Mallorca 2012

Nach der erstmaligen Präsentation des New Stratos bei der Rally Isla Mallorca 2011 kam das vollständig aus Carbonfiber auf Ferrari-Technik gebaute Einzelstück vom 15.-17. März 2012 zum zweiten Mal auf spanischem Boden zum Einsatz.
Die traumhaften Bergprüfungen auf der Insel sind das richtige Terrain für den modernen Nachfolger des Lancia Stratos aus den 70er Jahren.

Bei herrlichem Frühlingswetter startete das Brose-Team mit Michael Stoschek und Dieter Hawranke als Vorausauto mit der Start-Nummer 0 und kündigte den zahlreichen Zuschauern mit dem bärenstarken Sound des New Stratos an, dass nun weitere schnelle Rallyefahrzeuge im Minutenabstand auf der Strecke folgen.

Einsatz des New Stratos als Vorausfahrzeug auf der Rally Isla Mallorca

Während den Pausen und bei Start und Ziel im Jachthafen von Portals Nous wurde der New Stratos von vielen Fans und Medienvertretern bestaunt und fotografiert.
Die 14 Wertungsprüfungen und 450 Gesamtkilometer meisterten Auto und Besatzung ohne Probleme und erreichten nach drei Rallyetagen sicher das Ziel von Portals Nous.
Ein ausführlicher Bericht über die Rally Isla Mallorca findet sich im Rallye Magazin 05/06 2012, den Sie unter diesem Link herunter laden können.

17.

Lancia Stratos Stradale

Seit einigen Monaten teilt sich der New Stratos die Garage mit seinem direkten Vorbild, einem liebevoll restaurierten Lancia Stratos aus dem Jahr 1976.

Stehen die beiden schwarzen Keile nebeneinander, stellt man sehr schnell fest, dass es eine idealere Vergleichsmöglichkeit zwischen der legendären Rallye-Ikone und seiner zeitgemäßen Interpretation bisher nicht gegeben hat. Diese Möglichkeit wird es in Zukunft öfter geben: Auf ausgewählten historischen Motorsportveranstaltungen ist geplant, die beiden Boliden gemeinsam einzusetzen.

Technische Daten

Baujahr1976, im Jahr 2012 auf Rohkarosse neu aufgebaut
KarosserieRahmen und Dach aus Stahl; Türen und Hauben aus GFK
MotorFerrari Dino V6 Motor mit Rennauspuffanlage ohne Kat, 2402 ccm mit 240 PS bei 8300 U/min, 230 NM Drehmoment
GetriebeLancia Corse 5-Gang Rallyegetriebe; Übersetzung über Stirnradsatz in 5 Varianten möglich; 65 % Diff. Sperre; Einscheiben Sportkupplung
FahrwerkBilsteinstoßdämpfer, Eibach-Schraubenfedern vorne und hinten; Stabi vorne und hinten 3-fach einstellbar
Bereifungvorne 225/50/15 auf 8x15“ Campagnolo Felgen,
hinten 285/40/15 auf 12x15“ Campagnolo Felgen
Abmessungen
Länge:3710 mm
Breite:1870 mm
Höhe:1114 mm
Radstand:2180 mm
Spurweite:vorne:1460 mm;
hinten: 1540 mm
GewichtLeergewicht: 980 kg
Leistungsgewicht: 4 kg / PS
Gewichtsverteilung: 39 % vorne, 61 % hinten

17.

Classic Days Schloss Dyck

Oldtimer- und Motorsport Fans nennen es das deutsche Goodwood: Kein Wunder, schließlich gelten die Classic Days auf Schloss Dyck als das schönste Festival der Oldtimer- und Klassikszene in Deutschland. Von seltenen Vorkriegsfahrzeugen über Super-Sportwagen und Rennboliden bis hin zu ungewöhnlichen Fahrzeugkonzepten zogen die ausgestellten Fahrzeuge am ersten August-Wochenende automobilbegeisterte Teilnehmer und Zuschauer aus ganz Europa an.

Ihrer Tradition für eindrucksvolle Starterfelder und berühmte Fahrzeuge in Sonderläufen auf dem 2,8 km langen Rundkurs blieben die Classic Days auch in diesem Jahr treu. So befanden sich unter den eingeladenen Fahrzeugen die beiden schwarzen Stratos von Michael Stoschek: Der legendäre Lancia Stratos Stradale und sein moderner Nachfolger, der New Stratos, für die ein eigenes Zelt im Innenhof der Schlossanlage reserviert war.

Speziell für diese beiden Highlights der Veranstaltung wurde jeweils am Samstag und Sonntag ein Sonderlauf veranstaltet, an dem auch der Lancia Stratos HF von Dieter Castenow teilnahm. Vom Applaus der fachkundigen Zuschauer und Gäste begleitet, demonstrierte der New Stratos im direkten Vergleich mit seinem historischen Vorbild, wie kompromisslos die zeitgemäße Interpretation des legendären Renn- und Rallyeklassikers umgesetzt wurde.

Ob historische Rallye-Ikone oder moderne Interpretation: Es immer wieder faszinierend zu erleben, wie viel Begeisterung diesen schnelle Boliden entgegen gebracht wird. Das begann bereits beim ersten spektakulären Auftritt des Lancia Stratos auf der internationalen Motorsportszene vor über 40 Jahren und ist bis zum heutigen Tag nicht abgeklungen. Und es sieht ganz so aus, als ob auch der New Stratos dazu beitragen wird, dass sich an der ungebrochenen Faszination für diese stilprägende Ikone des Rallyesports auch in Zukunft nichts ändern wird.

19.

New Stratos Rennrad

Bis vor kurzem konnte man den New Stratos nur auf vier Rädern erleben. Doch weil sich auch in der leistungsorientierten Rennradproduktion durch den zunehmenden Einsatz von Carbon das Gewicht von Rahmen und Komponenten immer weiter reduzieren lässt, ließ der sportbegeisterte Michael Stoschek ein zweirädriges Pendant zum New Stratos auf die Räder stellen.

Die kompromisslose Rennmaschine wurde mit den gleichen Materialien hergestellt wie der New Stratos, was dem extrem leichten und agilen High-End-Sportgerät eine vergleichbare Performance wie dem legendären Stratos-Rennfahrzeug verleiht. Auch alle Details wie Faserstruktur, Lack und Sattelbezug entsprechen 1:1 dem New Stratos. Und wie beim vierrädrigen Vorbild kommt auch der Antrieb aus einer italienischen Edelschmiede: Die Schaltgruppe Super Record von Campagnolo sorgt in Verbindung mit dem steifen und superleichten Monocoque-Rahmen für einen schnellen Antritt.

Das handgearbeitete Einzelstück wurde von den deutschen Carbon-Spezialisten ax lightness aufgebaut, die mit ihren Produkten nicht nur im internationalen Radrennsport, sondern auch in der Formel 1 aktiv sind.

Technische Daten

Gewicht< 5 kg
Größeindividuell auf den Fahrer abgestimmt
SchaltgruppeCampagnolo Super Record
VorbauCarbon, 110 mm
LenkerCarbon, 420 mm
SattelstützeCarbon, 23 mm Versatz, Länge 360 mm
SattelCarbon, Spezialbezug
LaufräderCarbonfelgen, 24 mm hoch
KurbelsystemCarbon, 30 mm Welle
BremsenCarbon, Seitenseilzug

20.

Leichtbaugipfel 2013

Wenn sich am 26. und 27. Februar die führenden Köpfe des leichtbauorientierten Automobilbaus auf dem »Automobil Industrie Leichtbau-Gipfel« in Würzburg treffen, können sie ein zukunftsweisendes Exemplar innovativen Leichtbaus live erleben.

Im Mittelpunkt der Leichtbau City, dem großen Ausstellungsbereich der Veranstaltung, präsentiert sich in diesem Jahr der New Stratos. Dass der New Stratos als einziges straßenzugelassenes Leichtbau-Automobil auf den Leichtbaugipfel 2013 geladen wurde, hat verständliche Gründe. Denn selten wurde innovativer Leichtbau so konsequent umgesetzt wie bei dieser modernen Interpretation der legendären Rallye-Ikone der 70er Jahre.

Von der Karosserie aus Carbonfiber, die alleine 81 kg an Gewicht eingespart hat, über die extrem leichten Carbon-Rennsitze bis zur 13 kg leichteren Lithium-Ionen-Batterie im Carbongehäuse bringt der New Stratos nur 1247 kg auf die Waage.

Was der New Stratos den internationalen Experten des Leichtbaus in der Ausstellungshalle leider nicht demonstrieren kann, ist das Ergebnis dieses konsequenten Leichtbaus: Die herausragenden Fahrleistungen und die begeisternden Fahreigenschaften, die durch das drastisch reduzierte Fahrzeuggewicht und die extrem steife Karosserie des schnellen Boliden erzielt werden konnten.

21.

Fotobuch und DVD

Von der Idee bis zum straßenzugelassenen Sportwagen:

In den mehr als fünf Jahren der Entstehung des New Stratos ist eine große Zahl beeindruckender Fotos entstanden, die jeden einzelnen Entwicklungsschritt lückenlos dokumentieren.

Aus dieser fotografischen Sammlung resultierte die Idee zu einem Buch, in dem mehr als 200 ausgewählte Bilder einen faszinierenden Einblick in den Entwicklungs- und Produktionsprozess dieses Supersportwagens geben.

Begleitet wird das in Eigenregie produzierte Fotobuch von einer 20-minütigen DVD, die die Geschichte des New Stratos filmisch begleitet – von den dramatischen Rally-Auftritten seines Vorbilds, des legendären Lancia Stratos, bis hin zu den ersten Sporteinsätzen des New Stratos.

Das Buch inkl. DVD ist in einer limitierten Auflage zum Selbstkostenpreis von € 25,-- zzgl. Versand (Deutschland € 4,- und Ausland € 8,-) erhältlich.

Interessenten bitten wir - unter Angabe der genauen Lieferadresse an contact@new-stratos.com - den Betrag auf das nachfolgende Konto zu überweisen. Der Versand erfolgt dann umgehend.

New Stratos GbR
Konto-Nr. 8 555 85 600
Commerzbank Coburg
BLZ 783 400 91

IBAN: DE71 7834 0091 0855 5856 00
BIC: COBADEFFXXX

Rückfragen an Nadine Möller unter Tel. +49 9561 21 1594.

Technische Daten

Abmessungen

Länge4181 mm
Breite1971 mm
Höhe1240 mm
Spur vorne1668 mm
Spur hinten1701 mm
Radstand2400 mm
Überhang vorne968 mm
Überhang hinten813 mm

Gewicht

Leergewicht (trocken)1247 kg
Gewichtsverteilung44% vorne, 56% hinten

Chassis

AluminiumprofilScuderia Chassis, 20 cm gekürzt
Überrollkäfig, verschweißtFIA FE45-Stahl, 40 x 2,5 mm

Karosserie

Alle Karosserieteile der Außenhaut und des Innenraums aus Carbon-FiberSichtcarbon (Re Fraschini)

Aerodynamik

Cw (bei 140km/h)0,357
A2,07
Cw x A0,738

Motor

Zylinderanzahl8
Hubraum4308 cm³
SteuergerätBosch, modifiziert
AuspuffanlageHochleistungsabgasanlage mit Fächerkrümmer und Sport-Katalysator (Capristo)
Maximale Leistung397 kW (540 PS) bei 8200 U/min
Drehmoment> 519 Nm bei 3750 U/min
Leistungsgewicht2,3kg / PS

Getriebe

Sequentielles 6-Gang-Getriebe mit mechanischer Differentialsperre (Drexler)Schnelle Gangwechsel in weniger als 60 Millisekunden
Übersetzungsverhältnis4,3 / 5,0

Fahrwerk

Elektronisch einst. Fahrwerk CDC® (ZF Sachs)
Federn vorneEibach, 120 N/mm
Federn hintenEibach, 180 N/mm
DämpferHydraulische Zweirohr-Aluminium-Dämpfer mit elektronisch angesteuertem Proportionalventil
Vorder- / HinterachseNabe (SKF) mit Zentralverschluss

Räder & Reifen

Felgengröße vorne9J x 19’’ EH2 (Fondmetal)
Felgengröße hinten11J x 19’’ EH2 (Fondmetal)
Einpresstiefe vorneET 38
Einpresstiefe hintenET 5
Reifengröße vorne265 / 30 19’’ (Dunlop Sport Maxx)
Reifengröße hinten315 / 30 19’’ (Dunlop Sport Maxx)

Bremsen

Carbon-Keramikscheiben vorne398 mm x 36 mm (Brembo)
Carbon-Keramikscheiben hinten350 mm x 34 mm (Brembo)
Bremssattel vorne6 Kolben
Bremssattel hinten4 Kolben
BremsbelägeXAS 4499 (Brembo)
BremsleitungenStahlflexleitungen

Außenausstattung

FrontscheinwerferBi-Xenon (Hella)
RückleuchtenLED-Ferrari 599
Scheibenwischersystem1 Blatt
AußenspiegelElektrisch einstellbar, mit integrierten Blinkleuchten
FensterheberFensterhebersystem mit Kurzhub und Einklemmschutz (Brose)
Front- und Seitenscheiben3,76 mm und 4 mm Dünnglas

Sicherheit

6-Punkt-Sicherheitsgurte, 3” Breite (Willans)

Lenkung

Elektro-hydraulisches System
Neues Carbon-Lenkrad mit verschiedenfarbigen LEDs

Tankanlage

2 außenliegende Aluminiumtanks, Tankinhalt 90 Liter

Elektrik

84 Ah Lithium-Ionen-Batterie in Carbon-Gehäuse, Gewicht 4,2 kg

Elektronik-Modifikationen

Motorsteuergerät
Elektronisch einstellbares Fahrwerk CDC® (ZF Sachs)
Fensterhebersystem mit Einklemmschutz
Schließsysteme für Türen und Hauben

Downloads

Presse Information, 10. Dezember 2010 - PDF Download

Abdruck und Veröffentlichung der Pressefotos sind honorarfrei.

Michael Stoschek im New Stratos
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Michael Stoschek im New Stratos
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Der 4,3 l V8 Ferrari Motor leistet 540 PS und erreicht ein Drehmoment von über 519 Nm
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Maximilian Stoschek präsentiert den New Stratos
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Michael Stoschek
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Kontakt

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Redaktionsanfragen senden Sie bitte an
contact@new-stratos.com

Interessenten für den Erwerb eines New Stratos bitten wir unter folgender Email-Adresse Kontakt aufzunehmen:
contact@new-stratos.com
Sobald über die Produktion weiterer Fahrzeuge entschieden ist, werden Sie vom Hersteller benachrichtigt.

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt

New Stratos GbR
Max-Brose-Straße 1
96450 Coburg

Mail: contact@new-stratos.com

 

Text und Projektleitung:

Roadstories

Gestaltung und technische Umsetzung:

Meyer, Miller, Smith

 

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Quelle: S&K Rechtsanwälte www.streifler.de